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Markt Gaimersheim (Druckversion)

Chronik

Geschichtliches über Markt Gaimersheim

Spuren menschlicher Anwesenheit im Gaimersheimer Gebiet lassen sich bis in die Altsteinzeit, die älteste Zeitstufe menschlicher Vorgeschichte, zurückverfolgen, welche auch die Eiszeit umfasste. 

Hiervon zeugen Funde in einer Lehmgrube, die zugerichtete  Feuersteinspitzen, einen Mammutstoßzahn sowie zwei Mammutbackenzähne zu Tage förderten. In einer Spalte des Steinbruches am Rackertshofener Weg wurden Knochen und Zähne gefunden, die von Höhlenbären stammten. Ferner wurde in der Nähe der Ziegelei Ernst ein Steinbeil aus dem 3. vorchristlichen Jahrtausend gefunden.

Um die Zeitenwende hatten die Römer in unserer Gegend auf einer kleinen Anhöhe bei dem heutigen Kloster ein Kastell errichtet, zu dem wohl auch eine Kolonie gehörte. Eine römische Militärstraße, die Augsburg mit Regensburg verband, führte daran vorbei und ist noch heute unter dem Namen "Römerstraße" erhalten. Die Funde aus dieser Zeit sind schon ergiebiger und bestanden u.a. aus römischen Dachziegeln, Geschirrscherben, Teilen eines Bades, einer Statue und einem Grabstein. Das Kastell wurde jedoch schon bald wieder verlassen, vermutlich um weiter vorgeschobene Stellungen in der neuen Kastellreihe Kösching-Pfünz-Weißenburg zu beziehen.

Um die Reste des zerfallenen Kastells siedelten nach 500 während der Landnahme durch germanische Völkerstämme die eingewanderten Bajuwaren, die hier fruchtbaren Boden und das lebensnotwendige Wasser vorfanden. Ihr Stammesgebiet wurde im 8. Jahrhundert dem Frankenreich einverleibt.

Aus dieser Zeit ist wahrscheinlich auch der Name Gaimersheim abzuleiten. Es handelt sich nämlich um das "Heim des Gaumars", also um die Wohnstätte des Gaumeisters (Gaumar, Gäumar), der die Meierhöfe des Gaues zur Zeit der Merowinger und Karolinger zu verwalten hatte.

Namensentstehung

Wappenkunde

http://www.gaimersheim.de/index.php?id=301